Frangipani Pflege


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Herkunft:
Die Plumeria, auch Tempelbaum genannt, kommt ursprünglich aus Hawaii und Mexiko ist aber auch im asiatischen und polinesischen Raum weit verbreitet.
Die vom Frangipanishop angebotenen Pflanzen wurden aus Thailand importiert. Der Herkunft kann man schon entnehmen, daß höhere Temperaturen zur Kultivierung notwendig sind. Hier finden Sie die wichtigsten Infos zur Plumeria Pflege.

Frangipani Pflege Plumeria Baum
Standort:
Man kann eine Frangipani im Hochsommer auf den Balkon oder die Terrasse stellen. Empfohlen werden Nachttemperaturen nicht unter 15°C. Jedoch sterben die Pflanzen nicht, wenn es doch mal etwas kühler wird. Bis 10 °C gibt es sicher keine Probleme wenn diese Temperaturen nur kurzfristig auftreten. Bei kühlen Witterungsphasen sollte die Plumeria aber im Innenbereich bleiben und möglichst hell stehen (Südfenster).
Zum Gießen kann man sagen, dass das Substrat bei kalten Temperaturen trockener sein kann als bei heißem Wetter und sehr warmen Nächten.
Faustregel:
(Umgebungstemperatur kalt ----> Boden trocken halten  / Umgebungstemperatur warm -> Bodenfeuchte darf höher sein)

Staunässe sollte man aber auf jeden Fall vermeiden. Wenn im Untersetzer eines Pflanzkübels der Plumeria längere Zeit Wasser steht, muss es abgegossen werden

Licht:
Für die Pflanzen ist es sehr wichtig viel Licht zu bekommen, um Blüten zu treiben.  Nach neuesten Erfahrungen ist es auch empfehlenswert, den Pflanzen hohe Nachttemperaturen zu bieten. Wie oben beschrieben sind kühlere Temperaturen nicht schädlich, aber können die Wartezeit auf Blüten verlängern. Der optimale Platz ist also ein Wintergarten Richtung Süden in dem die Nachttemperaturen in den Sommermonaten nicht unter 20°C fallen. Unter diesen Standortbedingungen konnten wir beim Exotenversand schon feststellen, dass es sogar möglich ist nach 2 Jahren an Plumeriasämlingen ddie ersten Knospen zu erhalten. Wichtig ist aber auf jeden Fall auch die Lichtmenge die eine Plumeria gewissermaßen sammelt. Sinnbildlich kann man sagen, dass eine Blüte entsteht wenn genug Licht "getankt" wurde. Dabei muss man beachten, dass gefiltertes Licht durch Glas oder bei Gewächshäusern durch Stegplatten für die Pflanzen viel dunkler ist als bei einem Standort im Freien mit direkter Sonne.
Die Wartezeit auf eine Blüte wird also bei einem dauaerhaften Standort im Haus länger sein als wenn im Hochsommer volle Sonne im Freien getankt werden kann.
Es gibt aber auch Pflanzen welche jahrelang nicht blühen und andere wieder belohnen den "Pflanzenpfleger" jedes Jahr erneut mit den schönsten Blüten. Einen genauen Zeitpunkt wann Ihre Pflanze blüht kann man nicht festlegen, das ist von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich.

Die Plumeria trägt auch den Namen Frangipani. Dieser klangvolle Name geht auf eine berühmte italienische Parfumeur-Familie zurück und soll wohl auf den wunderbaren Duft der Frangipani-Blüten hinweisen. Wer einmal an einer Plumeria-Blüte gerochen hat wird diesen Duft nie vergessen. Der Duft vieler Plumeriasorten ist übrigens erst intensiv wenn das Wetter heiß und trocken ist. In den Abendstunden kaum duftende Pflanzen können schon am nächsten Tag bei voller Mittagssonne einen Duft verströmen den man noch in größerem Abstand wahrnimmt.

Überwinterung:
Eine Überwinterung kann bei 15 bis 18 °C erfolgen (nicht viel kälter), jedoch ist es kein Problem wenn man eine Plumeria bei Zimmertemperatur überwintert (20-23 °C).
Es finden sich im Internet viele Beiträge, in denen geschrieben wird, dass es notwendig ist, den Pflanzen im Herbst die Blätter abzuschneiden und sie dann kühl und dunkel zu stellen. Es soll dann kein Wasser mehr gegeben werden, da sonst keine Blütenbildung erfolgt und die Winterruhe ausbleibt.
Ich bin da etwas anderer Meinung und habe mit der Methode der warmen und hellen Überwinterung sehr gute Erfahrungen gemacht. Die zuerst beschriebene Methode bringt häufig Probleme mit sich, da man der Pflanze ganz plötzlich (viel) schlechtere Standortbedingungen zumutet. In der Natur kommt soetwas so gut wie nie vor.  Auf jeden Fall sollte man nicht die Winterruhe durch schlechtere Standortbedingungen selbst herbeiführen, sondern auf die Signale der Pflanze achten und dann darauf reagieren. Die Frangipanipflanze soll sozusagen selbst entscheiden, wann sie in die Winterruhe geht. So nutzt man die maximale Zeit in der die Pflanzen "Licht sammeln", um später eine Blüte zu bilden. Die Pflanzen werden ruhen auch wenn man höhere Temperaturen am Winterstandort hat, entscheidend ist die Tageslänge. Pflanzen erkennen die Jahreszeit nicht nur an der Temperatur und dem Wasserangebot sondern an den langen oder im Winter an kürzeren Tagen.
Der Beginn der Ruhephase ist etwa im Oktober/November (auch bei Zimmertemperatur). Man gießt dann nur, wenn der Boden komplett trocken ist. Man sollte jedoch vermeiden absichtlich das Gießen ganz einzustellen. Die Frangipani stoppt in der Ruheperiode (Dormanz) zunächst das Wachstum und beginnt dann Ihre Blätter abzuwerfen. Das ist das Zeichen dafür, dass weniger Wasser gegeben werden darf. Grund: Weniger Blätter verdunsten auch weniger Feuchtigkeit. Der Feuchtigkeitsüberschuss im Boden führt zu Wurzelfäule. Deshalb ist es aber nciht notwendig mit dem Gießen zu warten bis der Stamm der Pflanze total vershcrumpelt ist. Sobald die ersten durch Trockenheit hervorgerufenen Runzeln am Stamm zu erkennen sind, sollte man gießen.
Frangipanis verlieren nicht immer alle Blätter, manchmal bleiben die oberen frischen Blätter auch im Winter erhalten. Die Dormanz ist dann nur am Wachstumsstopp zu erkennen. Gedüngt wird in der Ruhephase nicht.
Pflanzen im Winterquartier profitieren nach wie vor von einem hellen Standort wenn noch Blätter an der Pflanze sind. Blattlose Pflanzen können auch einen dunkleren Standort bekommen.
Ab ca. März beginnt der Neuaustrieb, einige Plumerias brauchen aber länger und beginnen erst wieder im April oder Mai weiter zu wachsen. Wenn die Tage wieder länger sind als 12 h  sollte man die Pflanzen an den hellsten Standort bringen den man bieten kann. Nun geht es darum eine möglichst lange Wachstumssaison zu erreichen in der Licht gesammelt werden kann für die Blütenbildung.

Wuchs:
In ihrer Heimat erreichen Plumerias eine Höhe von 5-8 m. Wenn man die Pflanzen im Kübel hält kann man mit einer Höhe bis ca. 2,50 m rechnen. Jedoch ist bei Platzmangel bei älteren Pflanzen auch ein Rückschnitt möglich. Man erhält auf diese Art Stecklinge die sich leicht bewurzeln lassen (rote schwerer als weiße oder gelbe Sorten) und die Pflanze verzweigt sich an den Schnittstellen, was sonst nur nach der Blüte passiert.
Im Winter sehen die Pflanzen schon etwas eigenartig aus, noch nicht verzweigte Plumerias erinnern an einen großen grünen Spargel. Nach der Blüte verzweigen sich die Pflanzen und bekommen dadurch ihre typische Wuchsform.
Es gibt stark wachsende Pflanze aber auch zwergwüchsige Sorten (Dwarf-Formen). Ebenfalls sind die Verzweigungseigenschaften sortenabhängig und nicht immer gleich stark ausgebildet.

Düngung:
Die Blüte ist bei jüngeren Pflanzen nicht sicher und hängt ab von den Temperaturen und dem Licht während der Wachstumsphase.
Aber auch eine entsprechende Düngung begünstigt die Blütenbildung. Für Frangipani kann ein Dünger verwendet werden mit einem hohen Phosphorgehalt. (Bsp. NPK 10:52:10). Oft kann man durch entsprechende Düngergaben Pflanzen, die lange keine Blüte mehr hatten endlich zum Blühn bewegen.

Man kann dann auf unterschiedliche Weise düngen.
Entweder gibt man dem Gießwasser alle 2 Wochen ca. 2g pro Liter Gießwasser hinzu oder man düngt in der Wachstumssaison bei jedem Gießen aber in schwacher Konzentration(0,5g /l Wasser). Ich bevorzuge die ständige Düngung, da man dann eine gleichmäßige Nährstoffversorgung sicherstellt, ohne der Pflanze ein ständiges Auf und Ab an Nährstoffen zu bieten. In ihrer natürlichen Umgebung erhalten die Pflanzen aus dem Boden auch gleichmäßig ihre Nährstoffe. Jeder kann sich die für ihn beste Methode auswählen, ob es Auswirkungen auf das Blühverhalten gibt kann ich zum jetzigen Zeitpunkt leider noch nicht sagen.
Es gibt Plumerias in hunderten Farbvariationen. Die Entscheidung für die richtige Pflanze fällt da schwer, da es wohl nicht gelingen wird alle Arten sein Eigen zu nennen.

Achtung: Die Frangipani gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae) zu denen auch der Oleander oder die Wüstenrose zählen. Sie sollten also darauf achten dass Haustiere und Kinder keinen Kontakt mit der Pflanze haben und auch dass der milchige Saft der Pflanze, der bei Blatt oder Stammverletzungen austritt nicht in offene Wunden gerät.



Auf der Seite der Universität Florida gibt es einige PDF-Dokumente die verschiedene Plumeriaarten beschreiben.
Nachfolgend finden Sie Links zu den einzelnen Dokumenten.

Plumeria rubra
Plumeria alba
Plumeria pudica



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